Im Mai ist Rücksicht auf die Natur besonders wichtig
Jungtiere benötigen Schutz und Ruhe
Im Mai ist es besonders wichtig, Rücksicht auf Jungtiere in Feld und Wald zu nehmen. Während dieser Wochen benötigen die Wildtiere viel Zeit und Energie, um ihren Nachwuchs zu versorgen.
Die Aufzuchtphase ist entscheidend für das Überleben der Jungtiere. Daher sollten Spaziergänger und Hundeführer im Wald und in der Feldmark Störungen vermeiden. Dazu gehört, den Hund nur an der Leine zu führen und auch sein Stöbern entlang der Wegränder zu unterbinden. Selbst wenn der Hund das Jungtier nicht findet, bleibt seine Witterung für das Wild lange wahrnehmbar und verhindert die Rückkehr der Elterntiere zum abgelegten Nachwuchs. Auch die Tageszeit für den Spaziergang sollte so gewählt sein, dass die Hauptaktivitätsphasen des Wildes, die Morgen- und Abenddämmerung ausgespart bleiben.

Unsere Wiesen dienen unzähligen Wildtieren als Brutstätte und Kinderstube. Doch die Idylle trügt: In wenigen Tagen werden die ersten Wiesen gemäht, und damit werden zigtausende Tiere getötet oder verstümmelt. Die Überlebensstrategie der Wildtiere, wie das bewegungslose Verharren von Junghasen und Rehkitzen wirken sich bei der Mahd verheerend aus.
Diesem dringendem Tierschutzproblem stellen sich die Jäger gemeinsam mit Teams von Rehkitzrettern entgegen. Unterstützt von Drohnen mit Wärmebildkameras suchen sie die Wiesen vor der Mahd ab, um das Leben möglichst vieler Wildtiere zu schützen. Gefundene Jungtiere werden in abgedunkelten Kästen so lange am Rand der Wiese gelagert, bis die Gefahr vorüber ist. Sie dürfen keinesfalls vorzeitig freigelassen werden, das wäre der sichere Tod.





