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 |  Eberhard v. Seydlitz  |  Hegering Amelinghausen

Rotwild-brunft

Im September hält das Rotwild Hochzeit
Die Rotwildbrunft ist ein ganz besonderes Schauspiel im September, sie ist laut und voller Kraft. Die Könige des Waldes, zum Teil über 200 Kilogramm schwer, mit Brunftmähne und riesigen Geweihen, schreien jetzt wieder. Die Rufe, die wirklich wie überdimensionales Rülpsen klingen, markieren den Besitzanspruch des Platzhirsches über sein Rudel weiblicher Hirsche – Kahlwild in der Jägersprache. Das ist auch bitter nötig, denn es gibt immer einige, meist jüngere Beihirsche, die ihm diesen Besitz streitig machen möchten und versuchen, ihm einige seiner Damen abzuwerben. Der Platzhirsch ist deshalb ständig unterwegs, um weibliche Tiere, die sich vom Rudel entfernen, wieder zurückzutreiben.
Spannend wird es, wenn ein zweiter, etwa gleichstarker Hirsch auftaucht und sich als neuer Chef des Rudels etablieren möchte. Es kann dann zum Kräftemessen der Giganten kommen, zu heftigen, mit den Geweihen ausgetragenen

Kämpfen, die auch schon mal tödlich enden können.
Die Brunft spielt sich an bestimmten Brunftplätzen ab, die oft jahrelang immer wieder genutzt werden. Das Rotwild benötigt viel Ruhe und geeignete Rückzugsräume, in denen es Nahrung findet und an denen es sich sicher fühlt. Andererseits wandert es auch über zum Teil weite Entfernungen, um zum Beispiel vom Sommereinstand zum Brunftplatz zu gelangen. Diese Bewegungen überschreiten die Grenzen der in Amelinghausen und den umliegenden Gemeinden üblichen Jagdreviere bei weitem. Deshalb haben sich diese Reviere zu einer Hegegemeinschaft zusammengeschlossen, um die Bejagung der Rothirsche den Bedürfnissen dieser großräumig lebenden Wildart anzupassen.


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