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 |  E. v. Seydlitz  |  Hegering Amelinghausen

Jagd ist anspruchsvolles Ehrenamt, …

… für das sogar eine staatliche Prüfung abgelegt werden muss.

Der Deutsche Jagdverband veröffentlichte jüngst eine aktuelle Statistik: 435.000 Jägerinnen und Jäger gibt es in Deutschland – ein neuer Rekord. Die Jägerprüfung wird immer beliebter. Sie bietet, was viele Menschen heutzutage suchen: intensives Naturerlebnis, aktiven Naturschutz vor der Haustür und gesundes Fleisch. Außerdem ist Jagd ein wichtiger Wirtschaftsfaktor: Insgesamt 2,7 Milliarden Euro werden dafür jährlich laut DJV-Umfrage ausgegeben. Darunter fallen Investitionen für Hochsitze, Werkzeuge oder Biotopflege und Artenschutz.
Die meisten Jagdscheininhaber kommen aus Nordrhein-Westfalen, genau 96.863. Danach folgen Bayern (75.000) und Niedersachsen (60.000). Bezogen auf die Einwohnerzahl liegt Mecklenburg-Vorpommern vorn: Dort gibt es 10 Waidmänner und -frauen pro 1.000 Einwohner. Platz zwei liegt Schleswig-Holstein (8), danach kommt Niedersachsen (7).

Der Aufwärtstrend ist damit ungebrochen und geht einher mit einer breiten Zustimmung in der Bevölkerung zur Jagd. 
Ebenfalls gestiegen ist die Nachfrage nach Wild aus der Region in den vergangenen Jahren. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des DJV halten derzeit 84 Prozent der Deutschen Wildbret für ein gesundes, natürliches Lebensmittel. Vor zwei Jahrzehnten waren es 70 Prozent. Die jährlich verfügbare Menge an Wildbret schwankt: Der Jagderfolg hängt zum Beispiel stark von Wetter und Nahrungsverfügbarkeit und infolgedessen von der Vermehrungsrate einzelner Wildarten ab. Mindestens einmal im Jahr essen inzwischen 55 Prozent der Deutschen Wild, etwa die Hälfte davon bereitet es auch selbst zu.


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