
Gemeinde Rehlingen profitiert vom örtlichen Windpark
Bürgerwindpark Ehlbeck zahlt freiwillige finanzielle Abgabe pro eingespeiste Kilowattstunde an die Gemeinde Rehlingen
Der Gewinnung von Strom aus Wind kommt im Rahmen der Umstellung auf erneuerbare Energien in Deutschland eine bedeutende Rolle zu. Dies haben auch die Betreiber des Bürgerwindpark Ehlbecks erkannt, als sie 2017 sieben Windenergieanlagen in der Gemeinde Rehlingen errichteten.
Betreiber von Windenergie dürfen die von der Errichtung ihrer Anlagen betroffenen Gemeinden finanziell beteiligen. Betroffen sind nach § 6 EEG bei Windenergieanlagen Gemeinden, die sich in einem Umkreis von 2,5 Kilometern um die Anlagen befinden. Im Gegensatz zu Neuanlagen ist die Zahlung einer Abgabe für Bestandsanlagen bislang freiwillig.
Der Bürgerwindpark Ehlbeck hat sich jetzt verpflichtet, ab Januar 2024 der Gemeinde Rehlingen freiwillig bis zu 0,2 Cent für jede in das Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde Strom auszuzahlen. Einen entsprechenden Vertrag unterzeichneten nach der vorausgegangenen Zustimmung der Gesellschafterversammlung und des Gemeinderates nun Geschäftsführer der Bürgerwindpark Ehlbeck Betreibergesellschaft mbH & Co. KG Jürgen Vogt und Bürgermeister Felix Petersen.
„Im zurückliegenden Jahr haben wir als Eigentümer des Windparks Gespräche mit der Gemeinde über die Zahlung einer freiwilligen Abgabe geführt und sind für uns zu dem Ergebnis gekommen, dass wir durch die Zahlung dieser Abgabe einen nicht unerheblichen Beitrag zum Allgemeinwohl hier vor Ort leisten können. Deshalb haben wir in unserer Gesellschafterversammlung einstimmig beschlossen, die Abgabe zu zahlen.“, erläuterte Geschäftsführer Jürgen Vogt die Entscheidung der Gesellschaft.
Bürgermeister Felix Petersen zeigt sich erfreut über den Abschluss der Vereinbarung: „Ich freue mich, dass die Betreiber bereit sind, diese freiwillige Abgabe an die Gemeinde zu zahlen. Für die Gemeinde Rehlingen bedeutet der Abschluss dieses Vertrages eine jährliche Einnahmeverbesserung im fünfstelligen Bereich, die wir nicht als Kreis- oder Samtgemeindeumlage abführen müssen. Das Geld bleibt hier in der Gemeinde und kann hier vor Ort für die Bürgerinnen und Bürger eingesetzt werden. Ich wünsche mir deshalb, dass andere Windparks in der Umgebung dem guten Beispiel des Windparks Ehlbeck folgen und sich ebenfalls bereit erklären, so eine freiwillige Abgabe an die Gemeinden zu zahlen.“
Neben der Gemeinde Rehlingen werden auch die Gemeinden Amelinghausen und Soderstorf und die Stadt Munster von der Zahlung der Abgabe profitieren. „Allen Gemeinden, die im 2,5 Kilometer Radius der Windkraftanlagen des Windparks Ehlbeck liegen, werden wir die Zahlung der Abgabe entsprechend ihres Flächenanteils anbieten“, kündigt Jürgen Vogt an.