Aus den Rathäusern der
Samtgemeinde Amelinghausen
Der Samtgemeindebürgermeistermonat Februar 2026
Christoph Palesch
Samtgemeindebürgermeister
Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr
Feuerwehr Soderstorf
Der Ortsbrandmeister Soderstorf K. Kasch blickt zufrieden auf sein erstes Amtsjahr zurück.
Aktuell hat die Feuerwehr Soderstorf 55 aktive Mitglieder, 14 Kameraden in der Altersabteilung, 29 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr und 30 Kinder in der Kinderfeuerwehr.
Im Jahr 2025 gab es 26 Einsätze, 16 Einsätze mehr als 2024. Gruppenführer T. Heuer berichtet von 9 Ausbildungsdiensten zu unterschiedlichsten Themen. Der AGT-Gruppenführer
H. Bienko kann 15 aktive Atemschutzgeräteträger verzeichnen, zwei Kameraden davon sind auch im CSA ausgebildet. Neu beschafft wurde im letzten Jahr eine Atemschutznotfalltasche.
Der stellv. Jugendwart bedankt sich für die großartige Unterstützung bei den Kameraden und dem Förderverein. So war es möglich, mit vielen Jugendlichen das Jumphouse in Bispingen zu besuchen oder aber im Sommer am Kreiszeltlager teilzunehmen.
Auch die Kinderfeuerwehr war sehr aktiv. 12 Kinder legten ihre erste Feuerwehrprüfung, den sogenannten Brandfloh, ab. Der Spaß kam bei einem Besuch im Barfußpark oder dem Kreiskinderfeuerwehrzeltlager auch nicht zu kurz.
Befördert wurden in diesem Jahr zum Feuerwehrmann bzw. -frau: Ronda Eckel, Björn Eckel, Finn Halbensleben und Monieco Rosenberg.
Gemeindebrandmeister D. Knoblich hatte Grußworte, eine Beförderung und drei Ehrungen dabei. Martin Pfeifer wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert und geehrt wurden für 25 Jahre Hendrik Bienko, für 40 Jahre Claudia Hoffmann und für stolze 70 Jahre Siegfried Hoffmeister.
Der Samtgemeindebürgermeister Ch. Palesch bedankte sich für den guten Zusammenhalt in der Feuerwehr. Nur gemeinsam ist man stark.
3 Bushaltestellen werden barrierefrei umgebaut
In der Gemeinde Rehlingen stehen in den kommenden Monaten wichtige Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr an. Insgesamt drei Bushaltestellen sollen barrierefrei umgebaut werden. Betroffen sind die Haltestellen in Rehrhof, in Ehlbeck (Apfelstraße) sowie die Haltestelle Rehlingen-Denkmal.
Besonders bei der Haltestelle Rehlingen-Denkmal gibt es eine grundlegende Änderung: Sie wird vom bisherigen Standort am Denkmal an der Hauptstraße zum Dorfgemeinschaftshaus verlegt. Hintergrund dieser Entscheidung ist die
Verkehrssituation am bisherigen Standort. Gerade für ein- und aussteigende Schulkinder ist der Bereich aufgrund der Kurvenlage und der eingeschränkten Sichtverhältnisse seit Jahren problematisch. Aus der Elternschaft gab es dazu bereits mehrfach den Wunsch nach einer Verbesserung.
Da es in Rehlingen mittlerweile eine zweite Bushaltestelle (Ehlbecker Weg) gibt, hat sich der Gemeinderat dazu entschlossen, die Haltestelle Rehlingen-Denkmal aus der Ortsmitte heraus an einen sichereren Ort zu verlegen. Am Dorfgemeinschaftshaus steht deutlich mehr Platz zur Verfügung, sodass das Ein- und Aussteigen dort künftig übersichtlicher und sicherer möglich ist. Zudem ist der Bereich besser einsehbar als der bisherige Standort, was insbesondere der Verkehrssicherheit zugutekommt.
Im Zuge der Verlegung wird dort auch eine barrierefreie Bushaltestelle eingerichtet. Davon profitieren nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch Menschen mit Gehbeeinträchtigungen, Rollator- oder Rollstuhlnutzerinnen und -nutzer sowie Eltern mit Kinderwagen.
Auch in Rehrhof und in Ehlbeck werden Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut. In Ehlbeck betrifft dies ausschließlich die Haltestelle an der Apfelstraße. Die Haltestelle Finkenberg bleibt unverändert, da ein Umbau dort aus bautechnischen Gründen nicht möglich ist. Eine barrierefreie Umgestaltung würde das Abdecken der vorhandenen Regenrinne erfordern, was an dieser Stelle nicht umsetzbar ist.
Die Maßnahmen werden vom Land Niedersachsen mit 75 Prozent gefördert. Der entsprechende Förderbescheid liegt der Gemeinde bereits vor. Sobald es die Witterung zulässt, sollen die Bauarbeiten beginnen.
Der Gemeinderat verbindet mit dem Umbau der Haltestellen gleich mehrere Ziele: mehr Barrierefreiheit im Alltag und vor allem ein deutliches Plus an Sicherheit für alle Fahrgäste – mit besonderem Blick auf die Schulkinder, die täglich auf den Bus angewiesen sind.
Große Veränderungen bei der Feuerwehr
Rück- und Ausblicke bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Rehlingen
Ortsbrandmeister Jens Dittmer begrüßte am 30.01.2026 zahlreiche Feuerwehrangehörige und Gäste zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Rehlingen im Rehlinger Hof. Bei seinem Bericht konnte er 19 Einsätze im Jahr 2025 vermelden, aufgeteilt in sechs Brandeinsätze, sieben technische Hilfeleistungen sowie einige Brandsicherheitswachdienste bei Veranstaltungen. Dabei waren mit einem Kellerbrand auf dem Hof Bockum, einem schweren Lkw-Unfall auf der B209 oder einem Gebäudebrand in Amelinghausen auch einige besonders herausfordernde Einsätze zu meistern. Auch im Landkreis Uelzen waren die Kameradinnen und Kameraden beim Brand einer landwirtschaftlichen Maschine im
Einsatz. Mehrere Übungen, Dienste und Lehrgänge vertieften und erweiterten die Ausbildung der Feuerwehrleute.
Das Einsatzpensum arbeiteten die insgesamt 36 Aktiven Mitglieder ab. Hiervon sind zwölf als Atemschutzgeräteträger ausgebildet. Des Weiteren vervollständigen 14 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung sowie elf Jugendliche in der Jugendfeuerwehr die Gesamtstärke der Feuerwehr Rehlingen. Die Jugendfeuerwehr war im vergangenen Jahr bei zahlreichen Diensten, beim Gemeindefeuerwehrtag sowie bei Ausflügen, Zeltlagern und einer Durchschlageübung aktiv.
Im beginnenden Jahr werden auf die Mitglieder einige große Veränderungen zukommen, auf die Ortsbrandmeister Dittmer und sein Stellvertreter Hendrik Hoyer vorausblickten. Nachdem der alte Mannschaftstransportwagen (MTW) unerwartet durch den TÜV fiel, wurde vor Kurzem ein neuer MTW bestellt. Der Neuzugang soll im Sommer 2026 in den Dienst gestellt werden. Hierfür wurden Gelder über eine Onlinespendenaktion generiert. Etwa 4000 € kamen hierbei zusammen, wofür Hoyer sich herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern bedankte.
Im Herbst soll das neue Feuerwehrgerätehaus bezogen werden, der Spatenstich hierzu erfolgte im Sommer 2025. Im November wurde außerdem eine Zeitkapsel in dem Gebäude vergraben. Der Neubau wird einen deutlichen Zugewinn an Platz und Sicherheit für die Feuerwehr bedeuten.
Passend hierzu wird ebenfalls noch in diesem Jahr ein neues
Einsatzfahrzeug in Rehlingen erwartet. Das sogenannte Mittlere Löschfahrzeug wird der Feuerwehr eine Vielzahl neuer Einsatzmöglichkeiten bieten und die Schlagkraft der Rehlinger stark erhöhen. Der Lkw auf einem MAN-Fahrgestell wird derzeit beim Aufbauhersteller Ziegler für seinen Einsatz in der Heide vorbereitet.
Während es bei der Technik viele Neuerungen gibt, braucht es an anderer Stelle eine Konstante. Das zeigte sich bei der anstehenden Neuwahl des Ortsbrandmeisters. Amtsinhaber Jens Dittmer genießt das Vertrauen seiner Wehr und wurde in geheimer Wahl einstimmig wiedergewählt. Frisch im Amt bestätigt konnte er dann noch einige Beförderungen vornehmen: Mirko Kollmann, Lennart Dittmer, Klaas Dittmer und Lawrence Gwynne zu Hauptfeuerwehrmännern, Lukas Kupfermann zum Brandmeister und Gerrit Hassebrauck zum Oberbrandmeister
Für langjährige Mitgliedschaft geehrt wurden: Hendrik Hoyer,
Johannes Hornbostel und Thorsten Brammer für 25 Jahre sowie Jörg Hassebrauck für 40 Jahre.
Neu bestellt wurden: Thorsten Brammer als Sicherheitsbeauftragter, sowie Gerrit Hassebrauck als Gruppenführer.
Zahlreiche Beförderungen in der Feuerwehr Wetzen
Am Freitag, den 16.01.2026 fand die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wetzen im Schützenhaus Wetzen statt, zu der Ortsbrandmeister Peter Vogt viele Feuerwehrmitglieder und Gäste begrüßen konnte. Im Jahr 2025 war die Feuerwehr Wetzen zu 18 Einsätzen alarmiert. Diese teilten sich auf in zwei Brandeinsätze, einmal Gasgeruch, zwei Fehlalarme, sowie einige technische Hilfeleistungen, vor allem am 02.07.2025, als ein Sturm zahlreiche Bäume zu Fall brachte. Die Aktiven Kameradinnen und Kameraden waren außerdem bei mehreren Diensten und Übungen aktiv, worüber der stellvertretende Ortsbrandmeister Mark Rüter berichtete. Auch verschiedene Lehrgänge von der Grundausbildung über den
Maschinistenlehrgang bis zum Gruppenführer wurden besucht. Sechs Aktive Mitglieder sind derzeit als Atemschutzgeräteträger einsetzbar, eine Kameradin beginnt zeitnah mit der Ausbildung. Auch Märsche in Westergellersen, Oldendorf und Leverdingen wurden besucht.
Die Jugendfeuerwehr besteht derzeit aus 5 Jugendlichen. Hier werden die Dienste derzeit gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Oldendorf/Luhe durchgeführt.
Im Rahmen der Versammlung wurden folgende Beförderungen durchgeführt: Wiebke Georgi und Marcella Rüter zu Feuerwehrfrauen, Neil Manning und Karsten Müller zu Hauptfeuerwehrmännern, Anke Rüter zur Hauptfeuerwehrfrau sowie Frank Deubler und Christian Niemeyer zu Brandmeistern.
Die geplanten Wahlen zum Schriftführer sowie zum stellvertretenden Ortsbrandmeister entfielen und wurden auf einen neuen Termin gelegt.
Der Professor kam mit dem Fahrrad
Am 26. November hatte die Bürgerinitiative „Haltepunkt Drögennindorf“ zu einem besonderen Vortrag in den Saal des Gasthof Heidetal eingeladen – und die Dorfgemeinschaft kam. Prof. Dr. Peter Pez, der nun emeritierte Professor für Stadt- und Kulturraumforschung an der Leuphana, hielt einen spannenden und lebendigen Vortrag zum Thema „SPNV als Mittel zur Verkehrs- und Regionalentwicklung“.
Ein Haltepunkt in Drögennindorf steht exemplarisch für die Überlegenheit des schienengebundenen Nahverkehrs: Ein Bus ist niemals schneller als der SPNV (also Straßenbahn, U-Bahn, S-Bahn oder eine Regionalbahn). So lauteten die Ergebnisse der Reisezeitanalysen, die Prof. Pez zusammen mit Studierenden zu unterschiedlichen Verkehrsmitteln durchgeführt hatte. Der Regio-S-Bahn-Verkehr ist unschlagbar bezüglich seiner Effizienz.
Das war aber nur ein Aspekt seines Vortrags. Zusätzlich zeigte Prof. Pez auf, dass Lüneburg früher ein wichtiger Bahn-Knotenpunkt gewesen sei, diese Aufgabe aber aufgrund der vielen Stilllegungen verloren habe, wobei die Hauptverkehrsströme auch jetzt noch entlang der ehemaligen Eisenbahntrassen verliefen.
Außerdem holte er weit aus und beleuchtete die demografische Entwicklung der nächsten 35 Jahre. Abhängig davon, wie viel geregelte Zuwanderung Deutschland zulässt, wird die Bevölkerung von nun 83 Millionen auf entweder 63 Mio. oder 73 Mio. Menschen drastisch sinken. Mit allen Konsequenzen der fehlenden Arbeitskräfte und Konsumenten. Neben der „personellen“ Situation gibt es aber auch das Problem der veränderten Immobiliennutzung. Die Konzentration des Lebens auf städtische Bereiche wird weiterhin stattfinden. Da die Städte gleichzeitig aber schon jetzt „aus allen Nähten platzen“, wird das Interesse am Umland zunehmen – aber eben nur an Dörfern und Kleinstädten, die über einen (schienengebundenen, s.o.) Personennahverkehr mit der Stadt verbunden sind. Die Dörfer, die das nicht haben, drohen mehr oder weniger „wüst“ zu fallen (in Teilen von Ostdeutschland kann man das bereits beobachten).
In der Konsequenz bedeutet dies für ihn, dass die Reaktivierung der Bahnstrecke Soltau – Lüneburg unter einer ganz anderen Prämisse gesehen werden muss. In seinen Augen muss der Schwerpunkt darin bestehen, einen Regio-S-Bahn-Verkehr zu schaffen, der für jeden Endpunkt der Strecke eine Anbindung des ländlichen Raums an das Ballungszentrum schafft, indem möglichst viele Haltestellen angefahren werden.
Dies war sein Auftrag an die Gemeinde Betzendorf: weiter um den Haltepunkt in Drögennindorf zu kämpfen, um nicht zu den Verlierern der Konzentrationsprozesse zu gehören. Dazu sollten noch weitere Orte mit denkbaren Haltestellen an der Strecke in den Aktivierungsprozess einbezogen werden, damit die Strecke möglichst attraktiv und damit auch lukrativ wird.
Der Vortrag hat die Anwesenden überzeugt, dass der Einsatz sich lohnt – gleichzeitig hat er aber auch gezeigt, dass die Aufgabe sehr nachhaltig ist und die Interessensgemeinschaft noch Unterstützung braucht. Interessierte können sich gerne melden unter
Am Ende des Abends wurde Prof. Pez anhaltend applaudiert – als Dankeschön erhielt er eine tiefgefrorene Wildschweinkeule, die er anschließend auf seinem Fahrrad nach Lüneburg transportierte.
Umbenennung des Straßenabschnitts am Sportplatz
Die Gemeinde Rehlingen informiert darüber, dass der Straßenabschnitt direkt vor dem Sportplatz in Ehlbeck ab sofort einen neuen Namen trägt. Der bisherige Teil der „Munster Straße“, der sich im Bereich des Sportplatzes befindet, wurde in „Am Sportplatz“ umbenannt. Der Sportplatz ist damit künftig unter der neuen offiziellen Adresse „Am Sportplatz 1, 21385 Rehlingen“ zu finden.
Hintergrund für die Änderung sind die zunehmenden Besucherzahlen, insbesondere bei Heimspielen, des Landesligisten FC Heidetal, die regelmäßig viele Gäste aus der Region und darüber hinaus anziehen. Immer wieder hatten Lieferdienste,
Gastmannschaften und Zuschauerinnen und Zuschauer Schwierigkeiten, den Sportplatz korrekt im Navigationssystem zu finden, da die Adresse bisher nicht eindeutig zugeordnet werden konnte.
„Wir hatten in der Vergangenheit öfter das Problem, dass Lieferungen für den Verein nicht angekommen sind, weil Spediteure den Platz einfach nicht gefunden haben“, erklärt Rolf Krug, Vorsitzender des SV Ehlbeck. „Mit der neuen Adresse wird das endlich klarer und wir freuen uns sehr über die Lösung.“
Auch der FC Heidetal sieht in der Umbenennung einen wichtigen Schritt. Jens Winkelmann, stellvertretender Vorsitzender des Vereins, bestätigt: „Gerade Gastmannschaften oder auswärtige Fans, die das erste Mal nach Ehlbeck kommen, standen teilweise irgendwo im Ort – nur nicht am Sportplatz. Die neue Straßenbezeichnung macht es allen deutlich leichter.“
Der Gemeinderat hat den Wunsch beider Vereine nach einer klaren und leicht auffindbaren Adresse einstimmig unterstützt. Bürgermeister Felix Petersen betont die Bedeutung des Sports für die Gemeinde: „Wir freuen uns darüber, dass sowohl der SV Ehlbeck als auch der FC Heidetal immer mehr Menschen in unsere Gemeinde holen. Der Sport hat für uns einen hohen Stellenwert. Deshalb sind wir dem Wunsch der Vereine gerne nachgekommen und haben den Straßenabschnitt vor dem Sportplatz umbenannt, damit die Anlage künftig problemlos in Navigationssystemen gefunden wird.“
Das neue Straßenschild wurde bereits aufgestellt. Die Gemeinde dankt beiden Vereinen für die Zusammenarbeit und allen Beteiligten für die unkomplizierte Umsetzung.
In diesem Jahr ehrt die Samtgemeinde Amelinghausen erstmalig nach der neuen Ehrungsrichtlinie
Ehrung erfolgreicher Sportlerinnen und Sportler, Ehrungen für „Jugend musiziert“ und „Jugend forscht“, besondere Sportlerehrung einer Einzelperson oder einer Mannschaft mit herausragenden Leistungen, sowie Ehrung von Betreuer*innen, Trainer*innen, Funktionären und Ehrenamtlichen
Bitte melden Sie Ihre erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler sowie die erfolgreichen Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Wettbewerbe „Jugend musiziert“ und „Jugend forscht“ bis zum 27.02.2026 an:
E-Mail:
Ehrungsrichtlinie der Samtgemeinde Amelinghausen
§ 1 – Allgemein
Die Samtgemeinde Amelinghausen würdigt Menschen, Vereine und Organisationen, die sich in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht haben, sei es durch langjähriges ehrenamtliches Engagement oder durch außergewöhnliche Leistungen. Dabei wird ausdrücklich auch der stille Einsatz gewürdigt, der oft im Hintergrund geschieht und dennoch von großer Bedeutung für das Zusammenleben ist.
Geehrt werden können Personen und Gruppen, die sich für die Gemeinschaft in der Samtgemeinde Amelinghausen engagiert oder zur positiven Entwicklung der Region beigetragen haben. Strenge Kriterien gewährleisten die besondere Wertigkeit dieser Auszeichnung. Eine Ehrung ist möglich, wenn die Person in der Samtgemeinde Amelinghausen lebt oder in einem hier ansässigen Verein oder einer Organisation aktiv ist. Weiter können Personen geehrt werden, die in der Samtgemeinde Amelinghausen wirken, aber nicht in der Samtgemeinde leben. Ebenso können Verstorbene posthum geehrt werden. Voraussetzung ist stets ein klarer Bezug zur Samtgemeinde Amelinghausen.
§ 2 - Ehrungsvoraussetzungen
Geehrt werden können Personen und Gruppen, die sich in folgenden Bereichen besonders verdient gemacht haben:
Langjährige ehrenamtliche Arbeit zum Wohl der Gemeinschaft.
Kulturelles Engagement, z. B. in Musik, Theater oder Heimatpflege.
Schutz von Natur und Umwelt sowie Erhalt der Landschaft.
Außergewöhnliche Verdienste im Sport, Vereinsleben oder Zusammenleben der Bürger.
Soziales Engagement, insbesondere in der Hilfe für andere Menschen.
Herausragende persönliche Leistungen oder Verdienste in Sport, Beruf oder Kirche.
Einsatz für Brandschutz oder Katastrophenschutz.
Besondere Taten zum Schutz von Menschenleben.
§ 3 - Ehrenmedaille, Ehrennadel, Goldenes Buch
Die Ehrenmedaille ist die höchste Auszeichnung der Samtgemeinde Amelinghausen. Sie wird gemeinsam mit der Ehrennadel verliehen und ist verbunden mit der Eintragung in das „Goldene Ehrenbuch“ der Samtgemeinde. Die Trägerinnen und Träger der Ehrenmedaille erhalten das Recht, die Ehrennadel öffentlich zu tragen. Die Ehrennadel wird als Anerkennung für besondere Verdienste verliehen. Auch sie berechtigt zum öffentlichen Tragen und ist mit einem Eintrag in das „Goldene Ehrenbuch“ der Samtgemeinde Amelinghausen verbunden.
Eintragung in das „Goldene Ehrenbuch“. Die alleinige Aufnahme in das „Goldene Ehrenbuch“ der Samtgemeinde Amelinghausen erfolgt durch Entscheidung des Samtgemeindebürgermeisters in Abstimmung mit der Ehrungskommission.
§ 4 - Ablauf der Ehrung mit Medaille und Nadel
Vorschläge können jederzeit von Einzelpersonen, Vereinen, Institutionen oder Firmen eingereicht werden. Die Verwaltung bittet regelmäßig um Vorschläge und prüft diese. Einem Ehrungsvorschlag ist eine kurze, ggf. stichwortartige Aufstellung über Art, Umfang sowie Dauer der auszeichnungswürdigen Verdienste beizufügen. Der Rat der Samtgemeinde entscheidet mit einer Zweidrittelmehrheit über die Ehrung.
Die Ehrungskommission setzt sich aus gewählten Mitgliedern des Rates, in der Regel je ein Mitglied pro Fraktion, sowie dem Samtgemeindebürgermeister zusammen. Sie bereitet die Entscheidungen über Ehrungen vor. Die Auszeichnungen werden in einem feierlichen Rahmen in einem Turnus von drei bis fünf Jahren verliehen. Ein Rechtsanspruch auf eine Ehrung besteht nicht.
§ 5 - Sportlerehrung
Eine jährliche Ehrung erfolgreicher Sportlerinnen und Sportler aus Einzel- und Mannschaftssportarten findet statt, sofern sie in der Samtgemeinde Amelinghausen wohnen und wirken oder für einen ortsansässigen Verein beziehungsweise für einen externen Verein antreten.
Voraussetzung für die Auszeichnung ist eine Platzierung unter den ersten drei Rängen auf Kreis- oder Bezirksebene oder unter den ersten sechs Plätzen auf Landes- oder Bundesebene. Die geehrten Personen erhalten eine Urkunde sowie ein Erinnerungspräsent als Anerkennung ihrer sportlichen Leistungen.
§ 6 - Besondere Sportlerehrung
Jährlich kann eine Sportlerin, ein Sportler und eine Mannschaft des Jahres ausgezeichnet werden. Die Ausgezeichneten erhalten eine Urkunde und ein Erinnerungspräsent.
§ 7 - Ehrung bei „Jugend musiziert“ und „Jugend forscht“
Erfolgreiche Teilnehmer dieser Wettbewerbe werden jährlich geehrt, sofern sie in der Samtgemeinde Amelinghausen wohnen. Voraussetzung: Platzierungen unter den ersten drei Rängen auf Regional- oder Landesebene oder unter den ersten sechs auf Bundesebene. Eine Ehrung kann auch bei besonderen Leistungen erfolgen. Die geehrten Jugendlichen erhalten eine Urkunde und ein Erinnerungspräsent.
§ 8 Ehrung von Betreuern, Betreuerinnen, Trainern, Trainerinnen und Funktionären
Um die wertvolle Arbeit von Betreuern, Betreuerinnen, Trainern und Trainerinnen in Vereinen und Organisationen anzuerkennen, können diese für ihr langjähriges und besonderes Engagement ausgezeichnet werden. Die Ehrung kann erfolgen für:
Langjähriges ehrenamtliches Engagement in der sportlichen oder sozialen Jugendarbeit.
Besondere Verdienste in der Talentförderung und Vereinsentwicklung.
Herausragendes Engagement im Trainings- und Betreuungsbereich.
Geehrte erhalten eine Urkunde und ein Erinnerungspräsent.
§ 9 - Sonstige allgemeine Ehrungen
Ehejubiläen (ab 50 Jahre), Geburtstage (ab 100 Jahre) sowie Vereins- und Betriebsjubiläen werden gesondert gewürdigt. Die Ehrung erfolgt mit einer Urkunde sowie einem Geld- oder Sachgeschenk.
§ 10 - Inkrafttreten
Die bisherigen Richtlinien vom 10. Dezember 2019 werden aufgehoben. Diese neue Fassung tritt am 27. Juni 2025 in Kraft.
Samtgemeinde Amelinghausen, den 28. August 2025
Christoph Palesch (Samtgemeindebürgermeister)
Seniorentreff Amelinghausen e. V.
Am Montag, 12.01.2026, feierte der Seniorentreff Amelinghausen e.V. sein 20-jähriges Jubiläum. Zur Feierstunde war auch Samtgemeindebürgermeister Christoph Palesch eingeladen, der die Glückwünsche aus Rat und Verwaltung der Samtgemeinde Amelinghausen überbrachte und sich für das tolle ehrenamtliche Engagement bedankte. Er hob hervor, dass der Seniorentreff die Möglichkeit zum Austausch und Miteinander bietet und so auch der drohenden Vereinsamung im Alter entgegenwirkt.
Seit 20 Jahren gibt es regelmäßige Treffen zum Klönschnack, Ausflüge, Wanderungen oder Fahrradtouren. Die Vorsitzende Ruth Frerich berichtete über die Gründung und einige Highlights der Vereinsgeschichte – ein rundum gelungener Nachmittag.
Wir hoffen, dass es auch über die kommenden 20 Jahre viel zu berichten geben wird. Auch hier noch einmal: Herzlichen Glückwunsch zum 20-jährigen Jubiläum.
Verabschiedung in den Ruhestand
Zum Ende des vergangenen Jahres verabschiedeten wir unsere langjährige Kollegin Andrea Kohlmeyer in den wohlverdienten Ruhestand.
Bereits 2009 startete sie mit einem studienverbundenen Praktikum bei der Samtgemeinde.
Seit 2011 war sie fester Bestandteil unseres Kollegiums im Geschäftsbereich IV – Bildung & Soziales.
Für ihre langjährige Treue, ihr großes Engagement und die wertvolle Arbeit im Beratungs- und Familienzentrum sagen wir herzlich Danke.
Liebe Andrea, wir wünschen dir für den neuen Lebensabschnitt alles Gute, Gesundheit und viele schöne Erlebnisse.
Vorübergehende Schließung der KFZ-Zulassung
Die Zulassungsstelle bleibt voraussichtlich bis einschließlich 1. Mai 2026 vorübergehend geschlossen.
Grund für die Schließung ist ein Personalwechsel mit anschließend erforderlicher Ausbildung beim Landkreis Lüneburg, sodass der reguläre Betrieb erst nach dem 1. Mai 2026 wieder aufgenommen werden kann.
Während der Schließzeit stehen folgende Alternativen für die KFZ-Zulassung zur Verfügung:
Kfz-Zulassungsstelle Lüneburg
Montag bis Freitag: 7:30–12:00 Uhr
Dienstag zusätzlich: 13:30–17:00 Uhr
Telefon: 04131/26-1239
Kfz-Zulassungsstelle Bleckede (nur mit Termin)
E-Mail:
Telefon: 05852/977-92 oder -16 oder -18
Auf der Homepage des Landkreises Lüneburg steht ein Online-Terminbuchungsmodul zur Verfügung. Dort können Termine für die KFZ-Zulassung bequem online gebucht werden.
Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für diese Maßnahme.
„Orange Days 2025“
Aktionstage gegen Gewalt an Frauen
Vom 25. November bis 10. Dezember 2025 erstrahlten die Fenster des Kultursaals im Rathaus, sowie die Tourist-Info Amelinghausen in leuchtendem Orange.
Unter unserem Motto „Amelinghausen bekennt Farbe“ im Rahmen der Orange Days 2025 haben wir ein öffentliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt.
Täglich werden Frauen und Mädchen Opfer von sexueller, körperlicher und verbaler Gewalt. Oft beginnt Gewalt im Kleinen und findet häufig im Bekannten- oder Familienkreis statt.
Sind Sie persönlich betroffen oder kennen Sie jemanden, dem es nicht gut geht, dann wenden Sie sich gern an mich, ich stehe Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Persönlich erreichen Sie mich unter Tel.: 04132 920923 oder via E-Mail (
Im Falle von akuter Bedrohung wählen Sie bitte die 110!
Das Beratungstelefon „Gewalt gegen Frauen“ erreichen Sie unter 08000-116 016
Ein neues Fahrzeug für unsere Feuerwehr!
Ihre Unterstützung zählt!
Viele Jahre lang hat ein Mannschafts- und Transportfahrzeug die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Oldendorf/Luhe zuverlässig unterstützt. Zahlreiche Einsätze, Fahrten und Transporte haben jedoch ihre Spuren hinterlassen. Verschleiß, technische Mängel und steigender Reparaturbedarf machen deutlich: Ein Ersatz ist dringend notwendig.
Das Fahrzeug ist weit mehr als ein Transportmittel. Es sichert die Mobilität unserer Einsatzkräfte, unterstützt die Nachwuchsarbeit und ermöglicht Übungen, Ausbildungen sowie gemeinschaftliche Aktivitäten. Auch im Einsatz- und Versorgungsdienst ist es unverzichtbar. Um diese Aufgaben auch künftig zuverlässig erfüllen zu können, muss nun ein neues Fahrzeug beschafft werden.
Diese Anschaffung stellt eine große finanzielle Herausforderung dar, die wir nicht allein bewältigen können. Deshalb sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Zur Finanzierung beteiligen wir uns an einer von der Volksbank Lüneburger Heide eG unterstützten Crowdfunding-Aktion. Jede Spende zwischen 10 und 50 Euro wird von der Volksbank verdoppelt – so wird aus jedem Beitrag ein wichtiger Schritt in Richtung Ziel.
Auch kleine Beträge machen einen großen Unterschied. Jede Spende stärkt die Einsatzbereitschaft und Zukunftsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Oldendorf/Luhe.
!Die Teilnahme ist einfach online möglich unter:
www.viele-schaffen-mehr.de/projekte/
neues-mtf-fuer-die-ffo
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Vertrauen!
Fietes Dorfarchiv
Fietes Dorfarchiv
Das Urgestein Hans-Friedrich Müller sammelt seit vielen Jahrzehnten Wissenswertes aus der Geschichte der Samtgemeinde Amelinghausen, welcher Hof von wem geführt wurde, wie Einrichtungen entstanden und wie sie über die Jahre hinweg genutzt wurden. Er hat einen historischen Schatz zusammengetragen, welchen er uns seit vielen Ausgaben monatlich in selbst geschriebenen Beiträgen für die Zeitung zur Verfügung stellt. Vielen Dank, lieber Fiete!
An dieser Stelle möchten wir seine Mühen und sein Wissen auch online verfügbar machen, hier in Fietes Dorfarchiv.
© Hans-Friedrich Müller
Dorfgeschichten aus der Samtgemeinde Amelinghausen
Die Amelinghausener Gilde
Die Gilde ist ein selbstnütziger Verein, in dem auch zünftig geschmaust und getrunken wurde. Das Wort ist vom altnordischen „Gildi“ abgeleitet und bedeutet Genossenschaft, Festschmaus und auch Trinkgelage. Schon im 8. Jh. gab es auf dem Gebiet des heutigen Frankreichs Kaufleute u. fahrende Händler, die sich zusammengetan haben, um sich gegenseitig zu helfen u. zu schützen. Bei uns gibt es Gilden seit dem 10. JH..
In der von Heinrich I. erlassenen Burgenverordnung von 926 n. Chr. taucht das Wort Gilde das erste Mal auf. Wer Mitglied einer solchen Gemeinschaft bzw. Brüderschaft werden wollte, musste durch einen Schwur seine Bereitschaft zeigen, sich für die Interessen der Gilde im ökonomischen u. sozialen Bereich aktiv einzusetzen. Es galt das genossenschaftliche Prinzip: „Einer für alle, alle für einen“.
Im Gegensatz zur Gilde ist die Zunft ein Zusammenschluss von Handwerkern in den Städten. Auch dieser Zusammenschluss war berufsspezifisch. Ihr Ziel war u.a. eine ordentliche berufliche Ausbildung u. eine Garantie für eine gute Qualität der hergestellten Produkte. Wer Mitglied einer Gilde o. Zunft war, hatte in der Stadt einen gewissen Rechtsschutz. Anders als heute gab es damals keine Versicherungen. Wer in Not geriet, bekam Hilfe und Unterstützung.
Die Kaufmannsgilden u. die Handwerkerzünfte hatten folgende Ziele gemeinsam: Schutz und Sicherheit in allen Lebensbereichen u. ein gemeinschaftliches, christliches Zusammenleben, beruhend auf dem Prinzip der Nächstenliebe. Dass es bei uns zwei verschiedene Begriffe für diese beiden Gemeinschaften gibt, die sich von ihren Zielen her eigtl. nicht unterscheiden, ist historisch bedingt. Die Gilde als Brüderschaft ist älter als die Zünfte. In England gibt es nur das Wort „guild“ für beide Brüderschaften.
Dass wir vieles über die Amelinghausen Gilde wissen, haben wir unserem Pastor Heinrich Ludewig Meybrinck zu verdanken, der nach seinem Amtsantritt 1780 in mühsamer Arbeit das ganze Kirchenarchiv neu geordnet u. Wichtiges für die Nachwelt in seinem „Corpus Bonorum“ von 1785 festgehalten hat. Sein 85 Seiten umfassendes, handschriftlich überliefertes Werk, ist eine Bestandsaufnahme aller kirchlichen Einnahmen u. Ausgaben. Obwohl Meybrinck das ganze Kirchenarchiv durchforstet hatte, konnte er keine Hinweise finden, wann es in Amelinghausen zur Gründung von Gilden gekommen ist. Seiner Meinung nach haben die Gilden, wovon es in unserem Kirchspiel ursprünglich fünf gab, „ihren Anfang noch weit im Papsttum genommen … dass hier in ganz alten Zeiten Mönche gewohnt haben“ (in der Nähe vom heutigen Papenstein, gemeint ist die Papenstelle), ist eine bekannte Sache… Durch eine starke Feuersbrunst sind diese Mönche 1396 vertrieben worden. Von diesen geistlichen Ordensleuten, mag nun, wie ich denke, der Gildekram ein Nachlass sein … Diese Gesellschaft, von dem Aberglauben unterstützt, braucht allerlei Kunstgriffe, Güter, Länderey, Wiesen an sich zu bringen. Für eine Seelenmesse konnte man damals schon einen Zehnten, ein Stück Landes, zur Belohnung bekommen". (Meybrinck, Corpus Bonorum)
Dass Meybrinck die Gilde als Kram bezeichnet, zeigt deutlich seine negative Einstellung. Er fand es auch richtig, dass der Herzog Ernst von Braunschweig-Lüneburg 1539 aus fünf Gilden eine machte und sie nicht einem Heiligen als Schutzpatron unterstellte. Die Gilde war finanziell gut fundiert, da sie die abgewanderten Mönche beerben u. somit über eine Vielzahl von Einnahmequellen verfügen konnte. Der eigentliche Eigentümer dieses Rechts war aber der Landesherr. Die Gildegüter betrachtete man als „primus corpus“, ein unantastbares Gut, über das der Landesherr als Summus Episcopus die Oberaufsicht hatte.
So wie jeder Verein hatte auch die Gilde eine verbindliche Vereinsstruktur. An der Spitze stand der Gildemann, der für die Organisation und Finanzen verantwortlich war. Ihm unterstand ein Gildeknecht, der auf die richtige Nutzung der Holzwiesen achtete und für die Beschaffung von Brennholz für die Schule verantwortlich war. Er hatte eine Kate, die auf dem Grund und Boden der Gilde stand (heute Uelzener Str.7). Dafür musste er jährlich einen Taler Miete bezahlen. Ein bekannter Spruch von heute lautet: „Wer arbeitet, darf auch feiern“. Diesen Spruch kannten auch unsere Vorfahren. Mehrmals im Jahr versammelten sich die Mitglieder im Pfarrhaus. „Und bey dieser Gelegenheit hat man weydlich, Mann und Frau, geschmauset, besonders schrecklich vieles Bier, bei Tonnen voll (eine Tonne: 120 L)
gebraucht. Diese Fresserei ist mit Recht abgeschafft …“, so Meybrinck. Nach 1785 gab es diese Versammlungen zum Leidwesen der Gildemitglieder nicht mehr. Besonders die Frauen müssen diese Anordnung bedauert haben, denn sie durften sozusagen als emanzipierte Frauen zusammen mit der Männerwelt ordentlich feiern. Vllt. haben sie auch zum hohen Bierkonsum beigetragen. Seit 1750 gibt es die Landwirtschaftliche Brandkasse, die in gewisser Weise als eine Konkurrenz zur Gilde gesehen werden kann.